Fotoscheu - Angst vor Hochzeitsfotos

Angst vor der Kamera 000

Juchu! Der Antrag war perfekt, die Hochzeits-Planungen sind in vollem Gange nur mit der Idee eines Fotografen kann man sich nicht s richtig anfreunden. Garnicht wegen dem Budget, sondern viel mehr wegen der Frage der Notwendigkeit. Braucht man das? Eigentlich mag man doch gar keine Bilder von sich.... Hier kommen Ideen wie das dennoch klappen kann.

Eine Hochzeit soll Spaß machen und angenehm sein. Sie soll ein wunderbarer Tag werden und nicht selten ist der Wunsch nach Entspannung groß. Was dem entgegen steht ist wohl definitiv der Gedanke daran, fotografiert zu werden. Die wenigsten Menschen halten sich für das alles Größte (zumindest keiner meiner Kunden :D) und sind absolut selbstsicher im Umgang vor der Kamera. Etwas völlig normales und überhaupt nicht verwerflich. Ein paar Tipps und Tricks wie man mit diesen kleinen Ängsten und dem Unbehagen vor der Kamera umgehen kann, habe ich im Laufe der Zeit gelernt und zugrunde geschrieben. Für einen entspannten Hochzeitstag - auch mit professionellen Fotos.


unbehagen vor der Kamera?

Zunächst sei gesagt: Selbst als Fotografin habe ich einen gewissen Respekt und fühle mich unsicher und überfordert wenn eine Kamera auf mich gerichtet ist. Weshalb? Fragen mich viele. Ich denke vor allem ist es das Unwissen, wie ich mich vor einer Kamera verhalten soll - Schließlich steht man oft einfach da und weiß nicht so richtig was mit sich anzufangen und wartet auf Anweisungen. Andererseits lässt man sich auch ungern etwas sagen und so steht man mittendrin mi Dilemma des fotografiert-werdens. Starres In-die-Kamera-Grinsen oder seltsames, verunsichertes Lachen sind meist die Resultate Kennt ihr auch, oder? Viele Menschen reagieren auf unterschiedliche Weise auf das Fotografiert-Werden damit ich in Zukunft nicht mehr ganz so oft beschimpft werde, habe ich einige GEdanken dazu aufgeschrieben

„Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist“

- Hermann Hesse, deutscher Schriftsteller und Dichter

Hochzeit zu zweit heimlich heiraten

Verhalten vor der Kamera

Es ist eine ungewohnte Situation. Keine Frage. Die meiste Zeit auf einer Hochzeit agiere ich ja auch im Hintergrund und es passiert genug um euch herum, so dass es probemlos möglich ist den Fotografen zu ignorieren und sich auf anderes zu konzentrieren. Gerade aber beim Paar-Shooting und den Gruppenbildern gibt es kein Entweichen. Man MUSS es ertragen. Aber was passiert hier eigentlich oft mit den Menschen?

Hektik und Chaos Vor lauter Unsicherheit und Überforderung beginnen viele hektisch zu werden. "oh mein Gott, sitzen meine Haare richtig?" oder "Sind die Schuhe, die ich trage in Ordnung?" Diese Hektik zeigt sich in übermäßigem Plappern oder wilden Bewegungen. Das führt zu Chaos und Unberechenbarkeit.
Erstarren Einige flüchten natürlich auch in ihre innere, kleine Welt und erstarren zu Eis. Der ganze Körper krampft und wirkt unbeweglich. Jegliche Anweisungen rauschen in die Leere oder kommen nur sehr verlangsamt an. Oftmals beobachte ich hier auch das klassische "Fotografenlächeln" und ein fester Blick in die Kamera. Erst mit dem erlösenden "Klick" kehrt kurz Entspannung ein.
Flüchten Der Klassiker, die Blicke gehen überall hin, nur nicht in die Kamera. "Was? Herschauen? Hihi.. ja ganz kurz ... aber da drüben..." und schwupps ist der Kopf wieder gedreht. Einer Situation, die unangenehm ist, standzuhalten benötigt viel Energie und Mut.
Schimpfen Klar, auch das kommt vor und nehme ich schon lange nicht mehr persönlich. So eine Situation ist nicht für alle leicht und kann man nicht flüchten wird sich halt gewehrt. "Sind wir jetzt fertig?" "Dauert das noch lang?" "Was braucht denn da so ewig?" - Huch, seinen Frust auf so eine Weise loszuwerden ist sicherlich nicht die feine-englische Art aber irgendwie auch verständlich. Zumindest nehme ich es niemandem übel.

Hochzeitsfotograf Wagnershof SajaSeus 041Die Gründe

"Jetzt stell' Dich halt nicht an!" höre ich da oft von einer dritten Person. Das funktioniert in beide Richtungen. Der Fotograf soll sich nicht anstellen und auch das Paar nicht. Und da graust es mir gleich, schließlich stellt man sich ja nicht mit Absicht an. Zusammenreissen hilft auch nicht, weil dann noch mehr gekrampft. Dabei ist es doch wirklich keine Weltverändernde Sache, dieses Fotografiert-Werden. Für ein hervorragendes Bild hilft nur Entspannung und Natürlichkeit. Warum aber, ist man denn beim Fotografiert-werden nicht entspannt?

Der Fotograf sieht Dinge, die ich nicht sehe Ihr werdet es kaum glauben, aber so ergeht es auch eurem Fotografen! Meine Gedanken stehen Kopf wenn ich daran denke, was Paare alles peinliches an mir entdeckt, was ich nicht sehe! Sitzt die Bluse richtig, oder sieht irgendetwas unvorteilhaft aus? Eine Katastrophe! Aber wisst ihr was? Ich vertraue darauf, dass ihr mir das nicht übel nehmt. Es ist halt so in dem Moment. Sollte etwas ganz peinlich sein, wird man mich schon darauf hinweisen.
Ich mag es nicht im Mittelpunkt zu stehen Beziehungsweise: Ich werde nicht gerne beobachtet. Die Angst davor als besonders eitel oder eingebildet zu gelten weil man Fotos von sich selbst gerne anschaut ist nicht unerheblich und nachvollziehbar. Hier hilft vielleicht der Hinweis darauf, dass ich die Bilder mindestens genauso gerne anschaue wie ihr und ich auch ein wenig für mich selbst fotografiere :) Ihr als Motiv ist dabei immer großartig!
Ich seh' auf Fotos furchtbar aus Gerade diesen Gedanken kenne ich auch sehr gut und er hat vor allem damit zu tun, dass man sein Aussehen selbst nicht mag. Hier kann es helfen sich ein wenig mehr um sich selbst zu kümmern, sein Wohlbefinden und sein Aussehen. Sport, Kosmetik oder der Gang zu Frisör hilft vielleicht ein wenig :)

Jetzt wisst ihr zumindest woran es liegt, aber was kann helfen?

Hochzeitsfotograf Wagnershof SajaSeus 043Das Dilemma und der Ausweg

Der Charakter des Fotografen oder der Fotografin ist wichtig. Zunächst einmal ist es absolut notwendig, dass ihr Eurem Fotografen oder Eurer Fotografin vertraut. Überall ist die Rede davon, dass die "Chemie stimmen muss". Damit ist gemeint: Man kann sich gegenüber seinem Fotografen entspannen und hat keine Unsicherheiten mehr. Wie bei der besten Freundin: Es sollte egal sein, wie man aussieht. Man muss nicht darauf achten was man sagt oder wie man sich verhält. Kann über Fettnäpfchen lachen und auch mal frech sein. Man kann weitestgehend man selbst sein und ist damit ungehemmt. Lernt also Euren Fotografen oder Eure Fotografin kennen! Stalkt sie in den sozialen Medien, ruft ihn/sie an, stellt Fragen, seid unverschämt! Habt ihr immer noch ein gutes Gefühl, ist er oder sie die Richtige für den Job.

Zeit und Übung helfen Natürlich ist jeder Mensch anders. Erfahrungsgemäß brauchen viele (inklusive mir) einen Moment bis sie sich auf den anderen eingestellt haben. Seit ihr eher introvertiert und schüchtern helfen persönliche Gespräche (vor Ort), Skype-Termine oder sogenannte Engagement-Shootings (Verlobungsshootings) enorm um erste Blockaden zu lösen. Seid Euch nicht zu schade auch nach einer weiteren Möglichkeit des fotografiert-werdens zu fragen und Euch auch mal mehr als eine Stunde Zeit dafür zu nehmen. Die Übung hilf deifnitiv. Macht also gerne ein Probeshooting oder fotografiert euch ein wenig Gegenseitig statt immer nur das Selfie zu machen :)
Fühlen nicht Denken Auch kleinere Tricks helfen zuverlässig beim Vergessen der seltsamen Situation. So ein komischer Gesichtsausdruck - oftmals den komischen Gedanken geschuldet - verschwindet in dem Moment in welchem wir aufhören zu denken. Konzentriert Euch also auf das Vögel-Zwitschern oder an einer schöne Erinnerung. So zaubert sich ganz automatisch ein Lächeln auf Eure Lippen und ihr könnt sogar Eurem Partner/Partnerin während des Shootings davon erzählen!
Sich mit dem Gegenüber beschäftigen Fotografiert-Werden ist ja eigentlich Nebensächlich. Es geht um das Erlebnis und die Zeit die ihr währenddessen miteinander verbringt. Zumindest sollte es so sein. Da darf man sich schon mal auf den anderen Menschen konzentrieren. Ganz automatisch posiert man dann sehr natürlich und mögliche kleine Hinweise von mir (wie z.B. die Hand zu heben oder den Strauß beiseite zu legen) sind dann auch gar nicht mehr so schlimm!
Den Fotografen/Die Fotografin ignorieren Auch etwas, dass eigentlich unhöflich ist aber für ein gutes Bild essentiell (zumindest wenn ihr zu zweit vor der Kamera steht). Kümmert Euch nicht um Euren Fotografen/Fotografin, sie wird vermutlich zu dem Zeitpunkt komisch aussehende Joga-Übungen vollziehen und ein Auge zukneifen während - irgendwie - Bilder dabei entstehen. Sollte es relevant sein, dass ihr in die Kamera schaut wird er/sie sich melden. Bis dahin ist es für das Bild immer hervorragend wenn ihr Euch unbeobachtet fühlt. ;)

Ihr merkt schon - eigentlich keine große Sache, dieses Fotografiert-Werden. Wenn ich ehrlich bin, sehen wir Fotografen sogar während unserer Arbeit noch viel bescheuerter aus als ihr Euch beim Fotografiert-Werden fühlen werdet! Glaubt mir. Mit ein bisschen Vertrauen und Übung wird man mit den besten Ergebnissen belohnt und wann wenn nicht an Eurer Hochzeit ist es Zeit für wirklich wunderschöne Bilder von Euch. 


 


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